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Psychologie: Nur klassifizierte
Persönlichkeitsstörungen können vorliegen!
Aus der Kommission zur praxisrelevanten Erweiterung
des Klassifikationsschemas DSM-IV
Vorschlag:
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Neuaufnahme des Störungsbildes „Klassifikationszwang“ |
Beschreibung des Störungsbildes:
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Person ist bemüht, alle verfügbaren Informationen
nach Kriterien einschlägiger Kriterienkataloge (wie z.B. ICD-10 oder
DSM-IV) zu ordnen. Der Klassifikationszwang verursacht eine bedeutende
Beeinträchtigung meist der sozialen Beziehungen. |
Epidemiologie:
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Etwa fünf bis sieben Prozent der Bevölkerung weisen
Symptome des Klassifikationszwanges auf. |
Verlauf:
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Tritt überzufällig oft im Anschluss an ein Studium
der Sozial- und/oder Verhaltenswissenschaften auf. In etwa 50 Prozent der
Fälle zeigt sich eine Spontanremission; in den restlichen Fällen
progredienter Verlauf mit häufigen Rezidiven zunehmenden Schweregrades. |
Therapie:
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(a) Verhaltenstherapie: Expositionstraining mit
Reaktionsverhinderung; |
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(b) tiefenpsychologische Verfahren: Aufarbeitung
frühkindlicher (bzw. präexistenzieller) Konflikterfahrungen; |
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(c) Familientherapie: Analyse des Symptoms im
familiären Beziehungsverbund und Verschreibung von paradoxen
Interventionen; |
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(d) Gestalttherapie: Heißer Stuhl mit dem inneren
Klassifizierer; |
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(e) Bonding: Übernahme der Klienten/innen-Klassifikationen
durch die Therapeutin/den Therapeuten im Ganzkörperkontakt. |
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